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Tagebuch

Hier finden Sie in unregelmäßigen Abständen Gedanken zu den Themen, die mich bewegen.
Diese Themen beschäftigen manchmal nur mich selbst und manchmal werden Sie von außen an mich herangetragen.
Keinesfalls werden hier aktuelle Situationen, die Sie mir anvertrauen veröffentlicht. Vielmehr geht es darum, Themen zu erörtern, die viele von uns beschäftigen.


Der Sinn des Lebens

In Krisenzeiten stellt man fest, schauen die Menschen nach dem Sinn des Lebens. Dieses Bedürfnis scheint zu wachsen, im Verhältnis zur krisenhaften Zeit. Worauf kann man sich eigentlich heute noch verlassen? Auf die Arbeit? Wohl nicht, denn dass macht seit gut einem Jahr genau die Krise in Deutschland aus. Jeden Tag hören wir neue Katastrophen und schlechte Nachrichten. Die Familie? Irgendwie gibt es auch hier keine Stabilität. Immer mehr Menschen fühlen sich einsam und alleine gelassen. Religion? Hm, die Kirchen berichten von immer mehr leeren Kirchen. Kirchen, wunderschöne Gebäude, werden als Kletterhallen zweckentfremdet. Gründe gibt es viele, die wir hier nicht beleuchten, aber als Halt dient die Religion im Moment vielen Menschen nicht.

Die Zahl der Glücksratgeber wächst von Tag zu Tag. Die philosophische Frage was wohl Glück ist und wie es einem zuteil wird , ist Bestandteil vieler Diskussionen und manch einer versucht uns das Heil diesbezüglich zu verkaufen. Ich finde, dass es wichtig ist, der eigenen Biographie eine tiefe Bedeutung zu geben. Sich und die Menschen, die einen begleiten, zu verstehen. Sich selber, seinen Gedanken und Empfindungen nahe zu kommen, seine eigenen Emotionen wahrzunehmen und danach den anderen ebenso wahrnehmen. So wird jeder von uns nicht nur verstehbar, sondern im gleichen Maße gut und erwünscht.

Einen ganz wichtigen Aspekt finde ich dabei, das Ganze gelassen anzugehen, sich nicht zu überfordern und auch ein ganzes Stück nachsichtig mit sich umzugehen. Gehen Sie auf die Reise in Ihr eigenes Ich. Es gibt keine schönere Entdeckungsreise, als die Reise zu all den Dingen, die im Keim in Ihnen vorhanden sind. Bringen Sie sich zum Blühen, wie die schönste Blume in Ihrem Garten. Hierzu bedarf es viel liebevoller Pflege und Ruhe. An einer Blume ziehen Sie auch nicht jeden Tag, damit Sie wächst.

Brauchen Sie einen Reisebegleiter für eine Zeit, dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Schreiben Sie mir und wir machen einen kleinen Teil Ihrer Zugfahrt gemeinsam!
Ein wunderschönes Erwachen und Entdecken wünscht Ihnen

Ihre Stefanie Simon

Herbst - Der Herbst steht für Vergänglichkeit.

Die Natur signalisiert uns einen immer währenden Kreislauf: Im Frühling erwacht alles zu neuem Leben. Im Sommer erleben wir eine unwahrscheinliche Pracht. Im Herbst fallen Blätter, das im Frühjahr erwachte Leben zieht sich zurück. Die Natur zeigt uns nochmal prächtige Farben, bevor dann der Winter kommt.

Im Herbst fangen wir bereits an, unser Leben an diesen anzupassen: Wir kochen anders, wir trinken gerne warme Getränke, wir kuscheln uns in warme Sachen . Das sind Äußerlichkeiten. Im Herbst gehen wir mehr in den inneren Dialog. Es ist eine Zeit, Bilanz zu ziehen und Planungen für das kommende Wiedererwachen zu treffen.

Was kann das für uns bedeuten ? Ich möchte Sie heute ermuntern auch in den inneren Dialog zu gehen: Was gefällt Ihnen richtig gut? Was hat sich toll entwickelt? Was kann und darf sich noch verändern? Welche Qualitäten dürfen noch mehr werden? Was würden Sie gerne noch erreichen? Wo gibt es unklare Entwicklungen? Auf welche Ziele möchten Sie sich fokussieren?

Wenn Sie ein externes Feedback brauchen , dann schreiben Sie mir. Wir schauen gemeinsam, welche Ziele Sie sich vornehmen können und welche Strategien Sie dabei unterstützen. Im Segeln sagt man: Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der Richtige! Lassen Sie uns gemeinsam den Hafen bestimmen und den Wind nutzen!

Ihre Stefanie Simon

"Du bist etwas ganz Besonderes"

So wurde es neulich bei einem Besuch von Bekannten dem Kind erklärt.
Das Mädchen beschwerte sich über seinen Grundschullehrer und bekam von den Eltern mitgeteilt, dass der Lehrer sich wohl weigerte anzuerkennen, dass sie etwas ganz besonderes sei.
Wir konnten im Laufe unserer Bekanntschaft schon viele ähnliche Situationen miterleben: Es prasselte frenetischen Applaus, wenn die junge Dame die ersten drei Töne eines beliebten Kinderliedes auf dem Klavier intonierte, der Schulbeginn wurde als großes Fest mit allen Bekannten und Freunden gefeiert, wir mussten mehrfach auf Bilder schauen, die aus unserer Sicht alle keinen besonderen Inhalt aufwiesen und dabei den Schwärmereien über das so unglaubliche Talent lauschen. Der Sprung über ein 15 cm hohes Gummiband wurde als herausragende Leistung hervorgehoben und als die kleine Maus unsere Gespräch zum wiederholten Male unterbrach, sagte die Mutter: Hört mal alle her, unser Schatz möchte etwas sagen.

Der Schatz wurde unglaublichen Tests ausgesetzt, die eine Hochbegabung nachweisen sollten und als sich dieses nicht bestätigte wurde die Richtigkeit der Tests angezweifelt.
Das andere Kinder nicht mit Schatz spielen möchten, liegt daran, dass die anderen Kinder noch nicht so weit sind.

Ja, kann man alles machen. Trägt das aber dazu bei, dass ein Kind seine Handlungen realistisch einordnen kann? Lastet nicht auf einem solchen Kind ein unglaublicher Druck, immer herausragend und perfekt zu sein? Gehören nicht auch Misserfolge und Blamagen zur Schule des Lebens? Ist es nicht ein Stück eigene Sehnsucht nach der Rolle des Vielgeliebten und Perfekten?

Ich finde es sehr anstrengend für ein Kind immer außergewöhnlich zu sein und fürchte, dass ein Mensch, der in diesem Glaubenssatz aufwächst später einmal viele Probleme haben wird.
Was passiert, wenn ein solcher Mensch wirklich einmal realistischer von seinen Mitmenschen betrachtet wird? Ich glaube, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzen kann, um zu ergründen, warum man sich eine solche Perfektion wünscht und vielleicht ein Stück die eigene Perfektion entdecken kann. Kinder sollten sich in einem geschützten Rahmen ausprobieren können. Fehler machen können und auch Verhaltensweisen ausprobieren können, damit sie glückliche kleine Persönlichkeiten werden und keine selbstbezogenen, egoistischen auf Leistung getrimmten unangenehmen Zeitgenossen, die man lieber meidet.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Entdeckungsreise in Ihre ureigene Perfektion!

Herzlichst Stefanie Simon

Warum ich?

Das fragen wir uns, wenn wir uns gerade nicht auf der Erfolgsstrasse befinden.
Das kann Krankheit sein, das kann bedeuten, dass wir gerade vom Partner verlassen wurden, dass kann bedeuten, dass wir am Arbeitsplatz gekündigt wurden.
Warum ich?, ist eine durchaus nachvollziehbare Frage. Wenn wir sie im Negativen stellen, werden wir keine Antwort bekommen. Nichts ,was wir nachvollziehen können. Was ist, wenn wir sie uns im Positiven stellen? Ich bin der Meinung, dass wir uns unsere Situation mit dem Eintritt in diese Welt selbst aussuchen. Mit der Inkarnation in diese Welt entscheiden wir, an welchen Dingen wir wachsen wollen. Welches Thema wir bearbeiten wollen, um in unserem Bewusstsein weiter zu kommen.
Die Situationen, die uns im Laufe unseres Lebens so präsentiert werden, haben wir selbst geschaffen. Mit unseren Gedanken, mit unseren Worten und unseren Taten.

Viele werden jetzt aufschreien? Wie bitte? Für all das soll ich selbst verantwortlich sein? Ja! Sind wir. Die gute Nachricht dabei: Wenn wir es zu verantworten haben, dann können wir uns auch davon befreien. Ich brauche nicht das Einverständnis eines anderen. Das finde ich, ist ein sehr schöner Gedanke. Ich kann mir selbst auf die Spur kommen: Wo habe ich mich von mir entfernt? Was kann die Botschaft für mich sein? Wo möchte ich wachsen? Wo ist ein Muster zu erkennen? Was kann ich tun, damit ich mich entwickeln kann?

Hier möchte ich Ihnen heute einmal ein Bespiel aus meiner eigenen Erfahrung weitergeben: Ich wurde von einem Mann verlassen, den ich glaubte sehr zu lieben. Ich konnte gar nicht fassen, wie das geschehen konnte. Nach jeder Menge Tränen und Liebeskummer bearbeitete ich das Thema. Der Erfolg war herausragend: Ich stellte fest, dass ich mich einer Familie untergeordnet hatte, die genau die Eigenschaften aufwies, die ich an meiner eigenen Familie massiv kritisierte: Ich wurde kontrolliert, gegängelt und eingeengt. Das schien in der Familie eine Art Heilsreligion zu sein. Ich wurde überbehütet und in meiner Entwicklung gebremst. Da ich sukzessive eher unbewusst versucht hatte, mich davon zu befreien, passte ich nicht mehr in das System. Der angebliche Mann meiner Träume suchte sich eine Frau, die wieder in das System passte.

Warum ich? Ja, warum ich? Weil ich damit die Chance bekam, meinen eigenen Weg zu gehen. Meine Ideale und meine Vorstellungen vom Leben zu leben. Erfahrungen zu machen, die ich bislang nicht machen konnte. Kurz gesagt: Ich bekam die Möglichkeit meinen Lebensfilm so zu drehen, dass mir das Anschauen auch gefallen konnte. Ich konnte endlich MEIN Leben leben. Diese Veränderung zog innerhalb kurzer Zeit noch einige andere Veränderungen nach sich. Vermeintliche Freunde blieben weg. Das waren Menschen, die mir dazu gedient hatten, meine Entwicklung anzustossen. Jetzt waren sie nicht mehr notwendig. Ich habe sie alle in Gedanken liebevoll verabschiedet. Auch den Mann.

Und kann heute nur sagen: Gott sein dank, ich!

Stefanie Simon

Wir passen einfach nicht zusammen

Eine meine Freundinnen erzählte mir am Wochenende, dass ihr Mann und sie nun wirklich nicht mehr zusammen passen würden. Egal, welche Diskussion entstehe, er würde immer wieder dafür sorgen, dass alles so bliebe wie er es wolle und wie es für ihn gut sei.

Das ist eine Geschichte, die mir sehr bekannt vorkommt, viele meiner Klientinnen haben ähnliche Sorgen. Woran liegt das? Wenn ich mich selbst zurück erinnere, dann wurden auch mir seltsame Strategien beigebracht, meine Wünsche, Interessen und Bedürfnisse zu äußern: Vorsichtiges Taktieren, Winke mit dem bekannten Zaunpfahl, Geschichten einer Freundin , versteckte Kritik (wenn überhaupt) halten noch heute gerade viele Frauen für wirksame Strategien, wenn es darum geht, Veränderungen zu initiieren. Wünsche in sehr vielen kleinen Schritten äußern scheint die Devise zu sein. Den offenen Konflikt zu vermeiden und nach der "Salamitaktik" Stück für Stück bekommt, was man sich wünscht. Schon oft haben wir alle feststellen müssen, dass unser Gegenüber "auf dem anvisierten Ohr" leider taub war. Unser Gegenüber konnte einfach nicht erkennen, wie wichtig uns diese Dinge waren und oft kam im Nachhinein heraus, dass wenn man geahnt hätte, wie wichtig es uns wäre……
Passiv bleiben ist auch eine solche Strategie. Man schweigt oder manchmal lacht man ein bisschen . Typisch ist der Satz: Ach Schatz, ich finde süss, wenn Du Dich aufregst. Oder: Das ist ja nun wirklich Quatsch.
Argumentieren ist eine dritte Strategie: dem anderen erklären, warum diese Anmerkung wirklich überflüssig und völlig verkehrt ist.
Es gibt immer gute Gründe, so weiterzumachen, wie bisher. Bei allen Strategien bleiben Gefühle aussen vor. Die Belohnung ist dann ein scheinbares Gleichgewicht. So hörte ich von meiner Freundin auch jahrelang: Wir haben nie Streit, wir passen wirklich gut zusammen.

Wichtig erscheint es aber nun doch, dass es Konflikte gibt, und es kommt darauf an, welche Strategien zur Lösung man anwendet. Sich behaupten und nachgeben sollte in sinnvollem Einklang stehen. Ist es bei Ihnen anders, dann macht es Sinn, sich Ihre Strategien einmal anzuschauen: Welche Strategie nutzen Sie? Wie können Sie diese verändern, damit der Partner auch spürt, dass auch er nicht mit der ihm vertrauten Strategie handeln kann. Haben Sie Mut zu Auseinandersetzungen und zu Konflikten. Ich habe neulich eine Dame, die in diesem Jahr Silberhochzeit hatte nach Ihrem Erfolgsrezept gefragt: Sie meinte, die halbe Ehe sitzt man gedanklich auf gepackten Koffern, es kommt darauf an, seine Bedürfnisse klar zu äußern und dann gemeinsam Kompromisse zu finden. So gewinnt jeder mal und das Leben bleibt spannend.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute konstruktive Streits und gute Verhandlungen und Kompromisse!

Stefanie Simon

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben ?

Wenn wir gerade frisch verliebt sind, dann erscheint es uns häufig so. Alles ist ungewohnt, wir sind superfröhlich, alles scheint uns leichter und rosarot. Schnell merken wir aber, dass uns unser altes Leben wieder einholt.
Die Dinge, die wir lösen müssen, kommen wieder nach vorne und alles, was wir nicht bearbeitet haben, meldet sich wieder.

Das wissen wir alle und verdrängen es nur in der Phase der Verliebtheit. Soweit so gut. Doch was ist, wenn uns plötzlich die Vergangenheit viel rosiger erscheint? Was, wenn wir einer alten Liebe nachtrauern und uns plötzlich diese Beziehungen wieder attraktiv erscheinen? Was ist, wenn eine alte Liebe in unser Leben tritt und unerwartet heftig wieder aufflammt?

Klar gibt es Jugendlieben, die sich nach 20 Jahren wieder treffen und dann ein glückliches Leben miteinander führen; so steht es zumindest in vielen Frauenzeitschriften. Aber Vorsicht: Solche alten Geschichten, die in uns hochkommen, zeigen sich meistens etwas verklärt. Es gab damals Gründe sich zu trennen. Auch wenn wir mit der heutigen Lebenserfahrung weiter und reifer sind als damals, gab es einen Grund sich zu trennen, bzw. erst gar nicht zusammen zu kommen. Wir sind so angelegt, dass uns Vergangenes immer etwas positiver erscheint, als es tatsächlich war. Manchmal ist so ein Rückzug in die Vergangenheit eine Flucht vor der Gegenwart. Wir ziehen uns auf Vertrautes zurück. Das Vertraute können wir mit etwas Phantasie füllen und schon ist es viel schöner, als das Gegenwärtige, Unbekannte. Das Vergangene kennen wir, hier bewegen wir uns auf sicherem Eis. Glauben wir. Denn auch der Liebste aus der Vergangenheit hat sich verändert. Eine Zeitlang füllen die Weisst-Du-noch-Geschichten die Lücke und dann muss man sich der Weiterentwicklung stellen. Es kommt der Tag, an dem wir der Gegenwart wieder ins Gesicht sehen müssen .

Statt also der Vergangenheit nachzuhängen , träumen wir besser von der Zukunft. Malen Sie sich genau aus, wie es sein soll. Wer wollen Sie sein? Wie wollen Sie sein? Wer würde dazu passen? Das macht auch offen für neue Begegnungen und Erfahrungen. Das Leben ist ein Fluss. Der fließt nach vorne und nicht zurück. Wenn Sie die Vergangenheit nochmal berührt, denken Sie darüber nach, warum das wohl so ist. Was soll noch gelöst werden und wo ist meine Weiterentwicklung. Fokussieren Sie sich auf das, was kommen sollen und ganz oft ist das Alte damit auch erledigt.

Seien Sie offen für neue Erfahrungen, ganz im Sinne des Geistes von Pfingsten.

Herzlichst
Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 30.04.2009
Dunkle Nacht der Seele


Ein Mann lebt seit Jahren neben seiner Frau und seiner Familie her. Er geht seiner sehr anstrengenden Arbeit nach, ist viel beruflich unterwegs, wenn er nach Hause kommt, ist er völlig ausgelaugt und bemüht sich nach Kräften seinen familiäre Pflichten nachzukommen. Die Familie ist unzufrieden, die Frau unzufrieden und der Mann ebenfalls.
Ab und zu trifft er auf seinen Geschäftsreisen reizvolle Damen , aber er kann gut widerstehen: Getreu dem Spruch: Man findet nie eine Bessere, immer nur eine Andere geht er seinen Weg weiter.

Da passiert es: Er trifft eine Frau, die er vor langer Zeit bereits schon kannte und verliebt sich. Alle Gefühle, die er verschüttet glaubte, kommen zum Vorschein: Kribbeln, Herzklopfen, Unruhe….er kann sich kaum auf seinen Job konzentrieren. Man beschließt seine jeweiligen Partner zu verlassen und von nun an, einen gemeinsamen Weg zu gehen. So kommt es und nun könnten wir glauben: Ende gut, alles gut.

Aber: nein. Die neue Frau zieht nach einer Weile weiter und übrig bleibt ein Liebeskummer geplagter Herr, der nächtelang grübelt, wie er seine verlassene Familie zurückbekommt…… Eine Geschichte, wie sie sich tausendfach ereignet, mit wechselnden Rollen.
Was ist passiert? Beide waren verliebt, die alten Geschichten waren unerfreulich, warum hat es nicht funktioniert?

Die dunkle Nacht der Seele ist etwas, was die Literatur seit hunderten von Jahren kennt: Plötzlich, so scheint es uns, werden uns unsere geheimen und intimsten Ängste in der Realität gespiegelt.
Nach intensivem Beleuchten der Situation haben wir erarbeitet, dass er seine Familie nicht schon früher verliess, weil er Angst hatte, alleine dazustehen. Besser das, als gar nichts lautete der Wahlspruch. Mit Kennenlernen der neuen Frau war diese Angst scheinbar genommen. Allerdings war auch die Zeit reif, dass er sich mit seiner Urangst auseinandersetzen konnte: Er stand nun alleine da. So geht es vielen von uns: Wir werden mit Situationen konfrontiert, die uns Angst machen und in denen wir nur zu gerne das Leben anklagen: Wir werden verlassen, werden vom Arbeitsplatz entlassen, verlieren Freunde, ärgern uns über Kollegen, das Leben kennt viele Facetten. ,

Wichtig ist, sich die Situation genau anzuschauen: Was ist passiert? Was hat es mit mir, meinen Überzeugungen und Glaubenssätzen zu tun? Wer bin ich nun noch? Was sind meine geheimen Ängste? Wenn wir das so intensiv tun, dann lernen wir jede Menge über uns selbst. Wir machen enorme Entwicklungsschritte und das, was uns als die schlimmste Krise erschien, wird in der Nachbetrachtung zum besten Ereignis unseres Lebens.

Das kann man nicht von Anfang an so sehen, aber mit guter Begleitung ist das möglich. Sei es nun beruflich oder privat, lassen Sie uns gemeinsam schauen, was Ihnen die Realität gerade spiegelt und wofür genau Sie dankbar sein dürfen.

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 06.04.2009
Mens sana in corpore sano


Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper: der antike Dichter Juvenal meinte damit, dass die Menschen die Götter nicht mit profanen oder gar törichten Wünschen behelligen sollten, sondern lieber dafür beten sollten, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohne. Der römische Satiriker war übrigens für seine harsche Gesellschaftskritik bekannt.

Die Krankenkassen haben das Prinzip längst erkannt und fördern jegliche Art von Bewegung, denn Bewegung fördert die Gesundheit.

Fragt man uns, warum wir Sport machen sollten, dann sagen wir oft: Um ein paar Pfund abzunehmen es erhält die Gesundheit und bei Stress tut es gut.
Müssen wir nun alle die in den Siebziger Jahren einmal eingeführten Trimmpfade benutzen?
In den Fitnessstudios dieser Welt dem fröhlichen "Trimm-Dich" frönen?
Oft ohne Lust und nur mittels grober Drohungen seitens der Freundin aufgefordert?
Grundsätzlich nein.

Aber körperliche Aktivität kann bei leichter depressiver Verstimmung oder ängstlicher Unruhe angebracht sein. Hier gilt es in erster Linie etwas zu finden, das Spaß macht und kleine Erfolgserlebnisse verschafft. Schon drei mal 30 Minuten Ausdauertraining pro Woche hilft. Es muss kein muffiges Fitnessstudio sein.
Wenn Sie sich leicht deprimiert fühlen und mitten in einer Konfliktsituation stecken, dann nehmen Sie einfach mal das Rad und drehen eine Runde . Belohnen Sie sich anschließend mit einem Cappuccino in der Eisdiele. Gehen Sie ins Schwimmbad und versuchen 30 Bahnen am Stück zu schwimmen. Belohnen Sie sich mit dem Kapitel eines guten Buches im Relaxbereich. Gehen Sie spazieren, das macht den Kopf frei. Machen Sie Walking; gründen Sie eine Gruppe Gleichgesinnter; viele laufen nicht gerne alleine…..
Das soll nicht den Eindruck vermitteln, dass wir uns nur bewegen müssen und alles ist gut. Nein, das ist zu einfach. Wir legen aber den Grundstein, die Dinge einmal von einer anderen Seite beleuchten zu können. Wir verschaffen uns geistige Kapazitäten mittels der konsequenten Bewegung. Wir bauen Stress ab und ganz nebenbei dienen wir der Gesundheit. Werden Sie zum Experten für sich selbst: Was tut Ihnen gut? Was macht Ihnen Spaß? Sorgen Sie für sich und machen Sie sich das buddhistische Motto "Dein Körper sei Dein Tempel" zu Eigen.
Sie werden sehen: Es stärkt das Selbstwertgefühl und das macht ungeheuer anziehend!!!

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 23.01.2009
Unsere Gedanken schaffen Worte und unsere Worte schaffen Taten


Wenn wir morgens die Zeitung aufschlagen werden wir von negativen Nachrichten unmittelbar eingeholt. Ob es nun um Menschen geht, die die Gesellschaft in irgendeiner Weise betrügen, ob es um Insolvenzen alter bisher als bodenständig bekannter Firmen geht oder um den Verlust von Arbeitsplätzen : immer holt uns eine negative Nachricht ein. Wenn wir zum Abendprogramm aufatmen und denken, dass wir jetzt Erfreulicheres sehen, dann schauen wir in ein Dschungelcamp, in dem sich erwachsene Menschen schier zum Affen machen. Warum? Aus Angst. Aus Angst nicht mehr beachtet zu werden und keine Einnahmen aus dieser Beachtung zu generieren.

Das alles könnte uns dazu verleiten den ganzen Tag schlechter Stimmung zu sein. Doch Vorsicht: Mit unseren Gedanken schaffen wir unsere Realität. Allen Dingen, denen wir Aufmerksamkeit geben, werden uns begleiten, wir ziehen sie quasi magisch an. Ich möchte Sie nun hier nicht ermuntern, mit einer rosaroten Brille durch das Leben zu laufen und alle Gefahren zu ignorieren, ich möchte Sie ermuntern, sich nur über die Dinge Gedanken zu machen, die wirklich gerade gelöst werden müssen. Ansonsten ist es gut zu überlegen, was wir wirklich wollen. Sich nicht in Horrorszenarien verstricken sondern einfach träumen, wie wir uns unsere kleine Welt vorstellen.
Kritiker sagen jetzt: So ein Quatsch, das bringt nicht weiter. Okay, aber was bringt es sich die schlechten Dinge auszumalen? Wir verschleudern nur Energie und schaffen mit unseren Gedanken negative Worte und diese Worte schaffen Taten. Lassen Sie uns zu positiveren Taten beitragen durch Wertschätzung. Wertschätzung bedeutet am Tag alle guten Dinge zu sehen, die wir haben. Machen wir uns doch bewusst, wie viele Kleinigkeiten wir schon als selbstverständlich wahrnehmen, die aber sehr positiv sind und unser Leben bereichern und schön machen.

Lassen wir uns doch auf die Dinge konzentrieren, die wir wirklich verändern können, im Hier und Jetzt.

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 18.12.2008
Denn nur was richtig sauber ist, kann richtig glänzen


Betrachtet man familiäre Konflikte, dann ist es erstaunlich, wie oft Streit durch Hausarbeit entsteht. Unaufgeräumte Zimmer, schlampig hinterlassene Duschen, nicht eingeräumte Spülmaschinen, Zahnpasta im Waschbecken……
Das alles führt oftmals nicht nur zu Diskussionen, sondern zu unerbittlichem Psychoterror .
Es wird geschimpft, beleidigt, genötigt und mit Liebesentzug bestraft.

Ist denn die häusliche Ordnung wirklich unter den ersten fünf Prioritätenpunkten des Lebens zu finden? Oder ist Ordnung ein so wichtiges Phänomen? Wohl eher nicht. Wichtig ist zu erkennen, um was es in solchen Diskussionen wirklich geht. Um was diskutiert man wirklich? Ist es der Wunsch nach Anerkennung? Der Wunsch nach mehr Harmonie? Nach Respekt oder Liebe? Wann immer wir solche Streits anzetteln möchten, sollten wir einen Moment innehalten und uns selbst fragen: Um was geht es hier wirklich? Ich plädiere an dieser Stelle nicht für Chaos und Saustall, sondern für ein Verständnis für unsere eigentlichen Bedürfnisse.

Klar sollte jeder sein ästhetisches Bedürfnis auch leben können, aber sobald wir in Richtung der destruktiven Streits gelangen ist es immer wieder gut, einmal in sich hineinzuhorchen. Gefühle sind die Sprache unserer Seele. Bei extremen Gefühlen möchte uns unsere Seele etwas sagen.
Wir können gemeinsam schauen, was die Botschaft sein kann.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche harmonische Adventzeit.

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 17.11.2008
Vergangenheit


Es ist für mich auch nach langer Beratungstätigkeit immer wieder faszinierend, dass sich die Vergangenheit so manches Mal wieder in unser Hier und Jetzt mischt. Dinge, die wir längst abgeschlossen glaubten, Menschen , an die wir Jahrzehnte nicht gedacht haben, treten nochmal in unser Leben und wecken alte Erinnerungen.

Manche Erinnerungen lösen ganz sentimentale Gefühle in uns aus (ach, was war das früher schön) und wieder andere konfrontieren uns mit alten Verletzungen. Beide Gefühle sind es wert, angeschaut zu werden: Das Sentimentale, es beschwört eine Vergangenheit , in der scheinbar mehr Größe lag. Es hilft uns, aus einem derzeit vorhandenen Konflikt auszusteigen. Das kann einen Blick eröffnen, auf das, was wir uns wünschen, was unser wirkliches Selbst ist. Die alten Verletzungen sind da schon unangenehmer: Langsam bohren Sie sich zurück in unser Gedächtnis. Vieles wehren wir mit dem Verstand unmittelbar ab und dennoch melden sie sich wie kleine Teufelchen immer wieder.

Zunächst können wir oftmals mit den Botschaften nichts anfangen. Es ist aber heilsam, sich die alten Verletzungen anzuschauen. Was haben die Dinge mit uns zu tun? Gibt es Muster und Prägungen, die noch heute unser Verhalten leiten? Gibt es Dinge, die wir auflösen könnten, da sie uns heute gar nicht mehr dienlich sind? Mit welchen Dingen und Geschehnissen können wir uns versöhnen? Diese zugegeben mit unter anstrengende Arbeit hilft uns im Hier und Jetzt besser zu verstehen, warum wir reagieren, wie wir reagieren und es hilft uns, uns für das Kommende besser aufzustellen.

Ich stehe Ihnen gerne für ein Feedback von außen zur Verfügung und schaue mit Ihnen gemeinsam auf Dinge der Vergangenheit, die sich in das Hier und Jetzt mischen.

Ihre Stefanie Simon


Tagebuch vom 24.10.2008
Loslassen


Neulich hörte ich von einer Kundin, man müsse nur alles loslassen, nichts mehr wollen, dann bekäme man schon das, was wichtig für einen wäre.
So richtig funktioniert hatte das Prinzip nie, denn die Dame war seitdem Sie "losließ" mit sehr vielen Dingen konfrontiert worden, die sie auch beim besten Willen nicht mehr gut finden konnte und übte sich nunmehr darin, diese Dinge jetzt ebenfalls loszulassen. Ich denke, hier wurde das Prinzip des Loslassens gründlich missverstanden. Loslassen bedeutet nicht, die Verantwortung abzugeben und ab sofort darauf zu vertrauen, dass schon das Richtige passiert. Loslassen bedeutet, dass ich mich aus Situationen, die scheinbar ausweglos und total verstrickt erscheinen, löse. Löse, damit ich einen Weg erkennen kann.

Früher sagte man "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen". Das bedeutete auch, einen Schritt zurückzutreten um zu schauen und dann neue Wege zu sehen. Die neuen Wege sehen bedeutet aber auch erste Schritte auf diesem Weg zu gehen. Durch die ersten kleinen Schritte dann wieder Spaß daran zu bekommen, den Rest auch noch zu gehen. Loslassen bedeutet, mich von alten Strukturen zu verabschieden, neue Strukturen in mein Leben zu lassen. Schon meine Großmutter sagte: " Das Alte ehren, das Neue wagen". Das bedeutet loszulassen. Das Alte war bis zu einem Zeitpunkt X gut nun sind neue Dinge erforderlich.

Wenn wir in einen reissenden Fluss fallen, dann wäre das Dümmste, was wir tun können uns am Ufer festzuklammern. Wir würden eher Schaden erleiden. Wenn man sich eine Weile anpasst, bis das Gewässer ruhiger wird und in Ruhe schaut, wo man sich wieder festhalten kann, dann wäre das klug. Loslassen bedeutet also, das Alte gehen zu lassen und gleichzeitig mit unseren Gedanken das Neue zu kreieren. Hier ist es dann wichtig , gute Arbeit zu leisten. Negative Erfahrungen loszulassen und uns ganz auf das gewünschte, kommende Neue zu konzentrieren.

Was können Sie loslassen?
Lassen Sie uns einen Teil des Wegs gemeinsam gehen.

I
Ihre Stefanie Simon


Tagebuch vom 15.09.2008
Anti-Aging heißt der Trend - Wo liegen Sinn und Chancen des Alterns?


Medizinische Eingriffe werden längst nicht mehr nur zur Heilung durchgeführt, sondern zunehmend auch aus kosmetischen Gründen. Es tauchen auch immer mehr Mittel und Salben und ähnliche Dinge auf, die den Alterungsprozess aufhalten sollen.
Ältere Menschen behaupten nur zu gerne , sie sähen deutlich jünger aus, Menschen mittleren Alters gehen in Teenie -Boutiquen, um für sich einzukaufen, stolz darauf, dass Sie nach endlosen Diäten wieder wie junge Mädchen ausssehen.
Erwähnt man diesen Menschen gegenüber, dass schlechte Luft, Rauchen, mangelnde Bewegung und auch UV-Bestrahlung negative Effekte haben, dann lachen diese und sagen: Dafür nehme ich meine Mittel.

Ja, das Altern ist völlig aus der Mode.
Bedeutet Anti-Aging also Hormonersatzbehandlung, Antifaltencremes, Botox, Diäten Nahrungsmittelergänzung oder Vitaminkuren?
Mir fehlt etwas in dieser Aufstellung: Die geistige Haltung. Psychologie, Philosophie und auch religiöse Traditionen verhelfen den Menschen dazu, in Würde zu altern. Menschliches Leben ist untrennbar mit Krankheit, Alter und Tod verbunden. Wir werden nicht ewig leben. Angesichts dieser Tatsache ist es mehr als sinnvoll sich dem Leben zu stellen. Der Charakter eines Menschen ist es, was bleibt. Stück für Stück öffnet sich mit den vergehenden Jahren der Blick in unser Inneres, der Blick für das Wesentliche. Eine innere Ordnung führt zu einem inneren Gleichgewicht. Dadurch kann man das Leben mehr geniessen. Sich selbst auf die Spur kommen, die Verwicklungen des Lebens entwirren und die Dinge für sich zurechtrücken, darauf sollte unser Fokus liegen, damit wir glücklich sein können und in Würde altern können, denn altern werden wir unweigerlich.

Klar erleichtert ein gut funktionierender Körper das Altwerden. Hierzu reicht es aber die grundlegenden Dinge zu tun: - Viel bewegen - Ausgewogen ernähren - Ausreichend schlafen - Nicht rauchen - Wenig sonnenbaden - Gehirn trainieren - Sozialkontakte pflegen

Bleiben Sie gelassen und schauen Sie in sich. Ein gutes Mittel alt zu werden ohne Schönheitschirurgie.

Herzlichst Ihre Stefanie Simon


Tagebuch vom 26.08.2008
Vergänglichkeit der Erfolge


Kaum jemand, der nicht in den letzten Tagen zumindest am Bildschirm in Beijing anwesend war.
Matthias Steiner, Britta Steffen und viele erfolgreiche Sportler konnten wir begleiten. Herr Hambüchen liess uns ein Stück weit erkennen, wie es ist, wenn alte Erfolgsmuster nicht weiterhelfen.
Heute, nur einen Tag nach der Olympiade tun wir uns schon schwer, uns an die vergangenen Erfolge zu erinnern. So geht es auch den Sportlern. Neue Herausforderungen warten auf sie, sie müssen sich auf neue Herausforderungen einlassen, sich auf den vergangenen Lorbeeren ausruhen funktioniert nicht wirklich.

So ist es auch bei uns: Wenn wir für Erfolge von heute, egal ob beruflich oder privat, alte Erfolgsmuster nutzen wollen, dann merken wir schnell, dass das nicht hilft.
Wenn wir also früher beispielsweise nur dem Partner diverse Wünsche erfüllen mussten, damit die Beziehung funktioniert, so kann das heute durchaus eine Strategie sein, die nicht mehr wirkt. Wenn wir früher einfach nur bis zum Umfallen trainieren mussten, um als Sieger ins Ziel zu laufen, dann kann es sein, dass wir heute andere Strategien nutzen müssen, um Sieger zu sein.

Jetzt kann man natürlich in die Vergangenheit schauen und feststellen, dass früher alles einfacher und besser war und sich im Hier und Jetzt bemitleiden, dass die alten Erfolgsgeheimnisse auch nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Wir können aber auch unsere Muster einer Prüfung unterziehen und einmal schauen, warum sich unsere alten Erfolgsmuster plötzlich gegen uns wenden und wie wir alte Erfolgsgeheimnisse aktuellen Situationen anpassen können.

Dann brauchen wir nicht mehr über gute alte Zeiten sprechen, sondern über gute NEUE Zeiten, in denen man sich unter Umständen mit Hilfe seines Coachs aus alten Fesseln befreit hat.

Klingt das nicht viel besser?

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch vom 10.08.2006
E-mails- tolle Erfindung der Fluch?


Die Kommunikation per E-Mail ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Ob geschäftlich oder privat: wir nutzen alle rege den neuen Zeitgeist bezüglich der Kommunikation. Ich finde es wirklich klasse und vorteilhaft, gerade deswegen betreibe ich eine E-Mail-Betreuung.

Die Anonymität erleichtert das Schildern seines Anliegens, neben weiteren Vorteilen. Dennoch gibt es Situationen, in den ich E-mails unpassend finde: Immer genau dann, wenn es um Beziehungsgestaltung geht.
Teilen Sie Ihrer besten Freundin nicht mit, dass Sie wahnsinning sauer auf sie sind und auch Ihrem Chef nicht dass, was Sie ihm sonst nie sagen würden. Schreiben Sie nur das auf, was Sie auch von Angesicht zu Angesicht sagen würden. Klar ist es schöner unangenehme Dinge einfach per E-Mail zu schreiben. Der andere hat aber gar keine Möglichkeit, Emotionen und Zwischentöne wahrzunehmen. Oft ist die Folge dann eine lebenslange Feindschaft.

Wenn man früher einen Brief schrieb, dann musste man diesen noch zum Briefkasten tragen. Mancher Brief wurde nie versandt, weil die Wut , das Anliegen verraucht war. Das Drücken des Knopfes zum Absenden der E-Mail erfüllt dieses Time-out nicht. Manches tut einem auf diese Weise nachher leid und ist nicht mehr zu retten .

Ich schaue gerne mit Ihnen gemeinsam, wie man jemand auch etwas Negatives mitteilen kann und ob man die vorgefallenen Dingen nicht vielleicht auch aus einer anderen Perspektive sehen kann. So bleibt vielleicht manche gute Beziehung erhalten.

Ihre Stefanie Simon


Tagebuch vom 14.07.2008
Die neuen Väter


Für die Frauen hat sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel verändert. Was vor einem guten Jahrzehnt für viele undenkbar war, ist heute geübte Praxis. Es gibt eine hohe Anzahl alleinerziehender Mütter, Kitas haftet kein negativer Beigeschmack mehr an , Mütter bleiben im Job und vieles vieles mehr.

Über die neue Rolle der Väter habe ich nur selten etwas gelesen. Mein Vater war in erster Linie Erzeuger, Ernährer und Beschützer. In einer gewissen Weise verkörperte er auch die Machtinstanz. Mit der Erziehung wurde er nur in schwierigen Fällen konfrontiert. Das schadete nicht der Beziehung zu unserem Vater.

Heute sind Väter mehr denn je motiviert, sich an der Erziehung zu beteiligen. Aktiv und liebevoll beteiligen sie sich an der Versorgung , stehen den Kindern als Ansprechpartnerzur Verfügung und sie meistern ihre Rolle emotional kompetent. Die Rolle desjenigen, der die Brötchen verdient übernehmen sie aber in vielen Fällen auch noch.
Dieses neue Selbstverständnis ist aber in der Praxis noch nicht so perfekt zu leben. Der neuen Generation Vater fehlt es zum einen an Vorbildern und Beispielen, denn in ihren eigenen Familien war größtenteils noch eine andere Denkweise anzutreffen.
Auch in der Partnerschaft gilt es eine neue Rollenverteilung zu finden. Nicht immer einfach wie die Praxis zeigt. Und dann ist es nun doch noch so, dass diese neue Denkweise in Unternehmen nicht die 100%-ige Akzeptanz findet.

Wer Karriere machen will, der geht eben nicht um 16 Uhr nach Hause, bzw. zum Babyschwimmen. So befinden sich Väter immer mehr in Rollenkonflikten. Das kann Menschen unzufrieden, unsicher und gereizt machen.
Was ist die Lösung? Zurück zu alten Denkmustern? Nein, bestimmt nicht, denn die "neuen Väter" sind durchaus gut für die Entwicklung der Kinder.
Also bleibt die Lösung, sich seinen Rollenkonflikten zu stellen und diese zu bearbeiten. Hierzu kann man die Hilfe eines Coachs in Anspruch nehmen. Rollen klären, definieren, mit Leben füllen. Ziele erarbeiten und auf Ziele fokussieren. Das hilft Vätern das Familienglück in der Balance zu halten. Davon profitieren alle: Eltern und Kinder.

Schreiben Sie mir, wenn ich Sie zu diesem Thema unterstützen kann.

Ihre Stefanie Simon

Tagebuch 25.06.2008
Glück - eine Frage der Balance


Was ist Glück?
Viele Bücher und Zeitungsberichte ranken sich um dieses Thema. Ist Glück der Lottogewinn? Bedeutet es Glück zu haben wenn ein ganz besonderer Wunsch in Erfüllung geht? Ist Glück eher spirituell zu betrachten? Für jeden Menschen unterschiedlich?

Diese Woche sass ich zwecks einer Routineuntersuchung in einer radiologischen Praxis. Die Räumlichkeiten lagen, wie so häufig , im Keller eines Gebäudes. Man hatte sich bemüht, das Interieur freundlich zu gestalten. Die Arzthelferinnen als auch die Ärzte waren ausgesprochen nett und freundlich. Und doch senkte sich etwas, was ich mit schlechter Stimmung bezeichnen möchte über mich. Mir wurde bewusst, dass Glück hier an dieser Stelle sehr relativ ist.

Für mich, die ich ohne Befürchtungen dort sass, bedeutete es ein Stück Glück, dass es nicht lange dauerte und ich gehen konnte. Für eine Frau bestand das Glück darin, dass sich die Diagnose Ihres Hausarztes nicht bestätigt hatte und für eine weitere Dame glaube ich war Glück an diesem Tag kein Wort, was ihr eingefallen wäre.

Kurz nach meinem Besuch in dieser Praxis erreichte mich eine E-Mail mit den Worten: Frau Simon, ich habe einfach kein Glück in der Liebe. Am Nachmittag gab es ein Coaching mit dem Thema: Richtig glücklich bin ich nicht. Tja, was ist Glück? Stress und Hektik, Zeitnot und Hetze lassen uns die kleinen Dinge des Glücks nicht mehr wahrnehmen. Glück ist nicht nur der große Goldklumpen vor unserer Tür. Glück setzt sich wie ein Mosaikbild aus vielen vielen kleinen Steinchen zusammen. Klar ergibt es erst in der Kombination ein perfektes Bild, aber einzelne kleine Steinchen sind für sich genommen schön. Erst in der Würdigung der kleinen Steinchen sehen wir das Glück wieder.

Machen Sie mal ein paar Tage ein Glückstagebuch: Was war alles Glück? Das Stückchen Schokolade, das Gelungene Treffen mit der Freundin, der erfolgreiche Geschäftsabschluß, das Sonnenbad, das leckere Glas Wein, das nette Lächeln des Nachbarn, das neue T-shirt? Es gibt unzählige kleine Glücksmomente. In die Balance zu kommen, die schönen Dinge zu sehen, die nicht so schönen Dinge durchaus zu registrieren, denn ohne die negativen Momente kann man die Schönen nicht geniessen, das ist wirkliches Glück.
Dann seine Lebensweise ausgewogen gestalten, Ausgewogenheit zwischen Bewegung und Entspannung, zwischen Geben und Nehmen, zwischen Arbeit und Freizeit , zwischen Aktivität und Passivität das verhilft dazu, sich des Glücks bewusst zu sein, das uns begleitet. Glück ist nichts, wofür wir eine Garantie bekommen. Kein anderer Mensch ist für unser Glück verantwortlich. Wir verfügen über alle Fähigkeiten in uns, um glücklich zu sein. Wir müssen nur den ersten Schritt wagen: Wir müssen es wagen, für unser Glück zu sorgen und andere Perspektiven einzunehmen.
Gerne begleite ich Sie dabei!

Ihre Stefanie Simon


27.05.2008
Esoterik -hilfreich oder behindernd?


Noch vor 10 Jahren so finde ich, war Esoterik nicht unbedingt im Trend.
Das Horoskop konnte man in vielen Zeitungen lesen, meist als Wochenhoroskop. Ich war schon damals der Meinung, das es bei jeder Zeitung einen Redakteur gibt, der dafür zuständig ist.

Manchmal lächelnd konnte man feststellen, dass man die Prognosen nur interpretieren muss. Ein Beispiel: Ich bin nicht wirklich ein Spinnenfreund. Eine solche war aber ein paar Tage zuvor hinter den Wohnzimmerschrank gekrochen. In meinem Horoskop stand ein paar Tage später unheilvoll: Eine alte Ihnen unliebsame Bekanntschaft tritt wieder in Ihr Leben. Und: siehe da, noch in der Woche kam die Spinne wieder zum Vorschein. Heute sehe ich aber ganz oft, das Esoterik keine untergeordnete Rolle mehr spielt. Wahrsager, Kartenleger und Astrologen erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht diskutieren, ob es wirklich einen verlässlichen Blick in die Zukunft gibt. Wem ein solcher Besuch gut tut, der soll ihn ruhig machen. Von einer Sache bin ich allerdings fest überzeugt: Wenn wir uns wünschen, dass sich etwas verändern soll, dann erfordert das immer, dass wir uns im Sinne der Veränderung engagieren. Einfach nur Warten und Hoffen wird da nicht wirklich helfen.

Wir müssen uns mit dem Thema auseinandersetzen und unsere Potenziale erkennen. Ich bin sicher, dass wir alle alles Erforderliche zur Lösung unserer Konflikte in uns haben. Wir müssen nur manche Dinge wecken und beleben. Dabei kann uns ein externes Feedback gut helfen. Den ersten Schritt kann oft ein Wahrsager oder Kartenleger oder ein Astrologe anstossen. Er vermittelt uns vielleicht eine Idee davon, was alles in uns steckt. Danach bleibt uns nichts anderes übrig als selbst zu handeln.

Dinge zu beenden oder neue Dinge zu beginnen. Diese Handlungskompetenz kann uns niemand ersetzen. Ist es nicht auch ein schöner Gedanke, dass wir uns nicht mit dem abfinden müssen, was uns scheinbar serviert wird, sondern immer selbst gestalten können?

Ich gestalte gerne mit Ihnen gemeinsam Ihre Veränderung. Schreiben Sie mir.

Ihre Stefanie Simon


07.05.2008
Unsere Überzeugungen


Als moderne Menschen bewegt uns eine neue Qualität von Problemen.
Wir leben in einer Welt, die sich mit geradezu atemberaubende Geschwindigkeit verändert und stehen vor der Herausforderung, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Flexibilität und Bereitschaft, Neues anzunehmen sind gefragte Eigenschaften. Längst ahnen wir, dass wir unser volles Potenzial noch nicht annähernd ausschöpfen.

Bei dem rasanten Tempo unseres Zeitalters können Überzeugungen die wir haben im nächsten Moment schon wieder überholt sein. Und hier fängt unser Dilemma an: Wenn die Neurungen zu unseren alten Glaubenssätzen passen, dann können wir uns flexibel verhalten und Neuerungen annehmen. Problematisch wird es, wenn unsere alten verhärteten Überzeugungen dafür sorgen, dass wir die neuen Erkenntnisse nicht annehmen können.

Mit der Arbeit an unseren Glaubensätzen können wir innere Konflikte lösen. Wir können Ziele erreichen und Übergänge in neue Lebensphasen gut gestalten. Ein Beispiel für eine alte Überzeugung stellt die Krebsforschung dar: Viele Menschen glauben, dass die Diagnose "Krebs im Endstadium" ein Todesurteil darstellt. Es gibt aber viele Beispiele dafür, dass Menschen wieder metastasenfrei wurden und blieben.

Die Überzeugung ist also wiederlegt. Der alte Glaubenssatz kann aber noch weiterwirken, als gäbe es den Gegenbeweis nicht.

Henry Ford sagte einmal: If you believe you can do it, or if you believe you can't You are right.

Glaubenssätze wirken wie Wahrnehmungsfilter und Handlungsanweisungen. Zeit also für uns unsere Glaubenssätze aufzuspüren und die wenig hilfreichen zu bearbeiten. Mit dieser Arbeit können wir dann mit atemberaubend schnellen Veränderungen mithalten und sind gut gerüstet!

Ihre Stefanie Simon


18.04.2008
Botschaften


Der Trend im Internet einen Partner zu finden geht weiter. Immer häufiger wird man Zeuge von Erzählungen von glücklichen Paaren, die sich via Internet kennenlernten.
Schön, wenn es funktioniert hat und wenn die beiden glücklich sind.
Von all denen , die aber eine eher frustrierende Suche hinter sich haben wird selten berichtet. An dieser Stelle möchte ich auch nicht über den Sinn oder nicht Sinn solcher Austauschmöglichkeiten Stellung nehmen. Ich denke, dass man zu diesem Thema auch kein Pauschalurteil abgeben kann. Hier soll heute Thema sein, dass es sich empfiehlt, die Botschaften, die jemand anders aussendet genau zu lesen. So kann man sich viele Enttäuschungen ersparen.

Wenn Sie zum Beispiel im Profil lesen, was jemand gar nicht mag, dann lesen Sie das mit viel Phantasie: Alle Botschaften haben etwas mit dem Verfasser zu tun. Was er schon erlebt hat, wie er selbst ist, was er sich wünscht.
So zu Beispiel liest man oft: Ich mag keine Leute, die nicht wissen, was sie wollen. Da man es vielleicht selbst nicht so gut weiss, hofft man dass zumindest der andere entscheidungsfreudig ist.
Lesen Sie alles genau und lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf: Wie könnte der andere ticken?
Entdecken Sie ein Stück "Columbo" in Ihnen und versuchen Sie es herauszufinden. Fragen Sie!

Ich stehe Ihnen auch gerne für ein Feedback zur Verfügung.
Aufmerksamkeit garantiert einen höheren Erfolg und der ist aus meiner Sicht eindeutig definiert, wenn man einen Menschen kennenlernt, der gut zu einem passt und zu dem man selbst gut passt.

Ihre Stefanie Simon


03.04.2008
Viele Menschen meinen, sie hätten zu wenig Selbstvertrauen.

Wenn ich mich allerdings so umschaue, dann stelle ich fest, dass es offensichtlich ein schmaler Grat zwischen gesundem Glauben an sich selbst und kontraproduktivem Größenwahn ist.
Wenn ich einen gesunden Glauben an mich selbst habe, dann bedeutet das, dass ich nicht pessimistisch in Situationen verharre, die mir nicht behagen. Ich bin sicher, dass ich es schaffen kann, diese Situation zu verlassen. Dieser entstehende Tatendrang stellt fast immer eine gute Herangehensweise dar.
Es gibt aber auch Situationen, da ist es durchaus angebracht, sich zu hinterfragen. Schaffe ich das wirklich? Ist nicht vielleicht die Zeit gekommen, aufzugeben?

Menschen mit sehr hohem Selbstwertgefühl tun sich oftmals sehr schwer zu sagen: Das kann ich einfach nicht leisten , deshalb versuche ich es nicht weiter. Das ist weitgehend unmodern geworden.
"Höher, schneller, weiter" sind Attribute geworden, von denen wir uns nur allzu gerne bestimmenlassen. Wir sind optimistisch und neigen dazu und völlig zu verausgaben, bis zur totalen Erschöpfung. Nicht nur körperlich, sonder auch seelisch.

Klar ist es anspornend, sich mal etwas mehr zuzutrauen, als wir eigentlich leisten können. Im Sport kann man so zu guten Leistungen kommen.
Werden unsere Ziele allerdings zu unrealistisch, dann sind negative Erlebnisse vorprogrammiert.
Wenn wir in einem Monat 10 kg. Abnehmen wollen, dann ist das wahrscheinlich nicht zu erreichen und das beharrliche Versuchen würde zu anderen Problemen führen.

Wie so oft im Leben liegt es an der richtigen Balance. Wann ist es sinnvoll beharrlich zu bleiben und wann sollten wir unsere Denkweise der Situation anpassen? Das sollte man für sich häufiger hinterfragen und das kann ganz unterschiedliche Lebensbereiche betreffen: Den Job, das Spagat zwischen Job und Familie, eine unglückliche Beziehung, ein Verhältnis, das sich nicht nach unseren Vorstellungen entwickelt, ein Diätprogramm……Überall hilft es vielleicht über eine "Programmänderung" nachzudenken.

Oftmals ist hier ein externes Feedback sinnvoll. Ich schaue gerne mit Ihnen auf Ihr Anliegen und wir erarbeiten gemeinsam, wo Sie beharrlich bleiben wollen und wo eine Strategieänderung erfolgreicher wäre.

Ihre Stefanie Simon

25.03.2008
Perfect women


Germany's next Topmodel war ein Anlass für mich über die Rolle der heutigen Frau nachzudenken.
Die Beurteilung der Jury machte mich beinahe fassungslos.
Eine Frau soll demnach superschlank sein, aber nicht dünn. Sie sollte fest sein (Hedi Klum betonte, dass man bei ihr nach drei Kindern ruhig einmal anklopfen könne…) , sich rundum gesund ernähren, jede freie Minute mit Sport verbringen, sie sollte top gepflegt sein und immer ein strahlendes Bild ihrer selbst sein.

Klar dachte ich einen Moment, für ein Model sicherlich alles wichtige Elemente. Aber das war noch nicht alles: Die Damen sollen auch Persönlichkeit haben. Sie sollen einzigartig sein, damit man sich auch wirklich gut an sie erinnern kann. Sie sollen offen auf Kunden zugehen , aber nicht zu offen, damit sich niemand bedrängt fühlt. Sie sollen flexibel sein, sich möglichst viel auf andere Menschen einstellen können aber andersherum auch kein Problem damit haben, wenn man sie herumkommandiert. Jegliche Gefühle sollte man ihnen nicht ansehen. Aber sie sollen dennoch gut gelaunt "rüberkommen". Soweit das Anforderungsprofil für eine Dame Anfang Zwanzig.

Ich wurde mit Fortschreiten der Sendung immer nachdenklicher. Ich habe zahlreiche Frauen im Einzelcoaching kennengelernt. Alle hatten eines gemeinsam: Sie hatten alle das Gefühl, dass sie Ecken und Kanten hatten, die Ihnen nicht dienlich waren.
Viele Frauen , gerade beruflich sehr erfolgreiche Frauen, hatten das Gefühl, dass ihnen eines zum Nachteil wurde: Sie waren nicht immer unkompliziert und einfach. Nicht immer flexibel und gut gelaunt. Sie konnten nicht immer großzügig über das Fehverhalten von Mitmenschen hinwegsehen. Sie konnten nicht zu jeder Kritik lächeln und sich "schwups" verändern. Sie empfanden sich als zu anstrengend. Einige von ihnen planten kleine Schönheitseingriffe, da ihr Aussehen sie selbst störte. Viele von ihnen wurden von Männern verlassen, die heute angeblich mit unkomplizierteren Frauen zusammenleben.

Wir haben manchmal hart gearbeitet, um die Ideen, die diese Frauen in sich trugen, ihre Glaubenssätze zu verändern. Aus meiner Sicht geht es heute nicht darum, aus einem Menschen einen derart perfekten Menschen zu machen, wie das der erste Absatz beschreibt.

Ich persönlich bin in meiner Tätigkeit als Coach auch noch nie einem solchen Menschen begegnet.
Ich bin Menschen begegnet, die alle Mühe drauf verwendeten so zu erscheinen, die sich darin perfektioniert hatten, einem anderen all diese Attribute zu vermitteln. Aber ich kenne niemanden der wirklich so ist. Viele dieser Menschen hatten auch einen guten Coach und Trainer, der mit ihnen an ihren Glaubenssätzen arbeitete.
Manche hatten auch einen guten PR-Manager. Ich glaube, es geht darum, "angemessen" zu reagieren. Ich stelle z.B. in vielen Firmen fest, dass gerade dieser Punkt ein Manko ist. Sowohl in Führungspositionen, als auch in anderen Tätigkeiten. Es geht nicht darum, immer perfekt zu sein und möglichst wenig anstrengend. Es geht aber darum gut zu kommunizieren. Wenn ich mich beispielsweise heftig über einen Mitarbeiter oder einen Kollegen geärgert habe, dann muss ich das nicht gut gelaunt verschlucken. Ich muss es sagen.

Hierin besteht die Herausforderung: es angemessen zu kommunizieren.
Wenn mein Partner mir fremdgeht und mich hintergeht, dann muss ich darüber nicht großzügig hinwegsehen, sobald er sich entschuldigt: Auch hier gilt sich angemessen abzugrenzen und Regeln zu vereinbaren .
Wenn ein Mitglied meines Freundes- oder Familienkreises verstirbt, finde ich macht es keinen Sinn, gut gelaunt durch die Gegend laufen zu müssen und allen zu erklären, dass man gerade die ganze Welt umarmen könne.
Ich finde auch, dass man ruhig mal Angst zeigen kann oder auch andere Emotionen durchaus der Umwelt zumuten kann. Es versteht sich von selbst, dass ich hier nicht von Dauernörglern und permanent schlecht gelaunten Menschen spreche oder von solchen, die rücksichtlos nur ihre eigenen Interessen durchsetzten.

Übrigens gibt es auch bei Männern den Trend zunehmend äußerlich perfekt sein zu wollen, von daher hätte der Titel auch : Der Perfekte Mensch lauten können.
Wir sollten uns alle durch Fernsehsendungen nicht beirren lassen und den Weg suchen, der gut für uns ist und auf dem wir uns wirklich wohl fühlen.

Gerne schaue ich mit Ihnen gemeinsam, wie der Weg aussieht und Sie zu ihm finden.

Herzlichst Ihre Stefanie Simon


17.03.2008
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold..


Das ist ein Sprichwort, welches ich als Kind sehr häufig von meinen Eltern und Großeltern gehört habe.
Was ist damit gemeint?
Wann zählt Schweigen mehr als Reden?

Sicherlich wenn es um die Verbreitung von Gerüchten geht. Jene Geschichten, die weitergegeben werden und die dem Betroffenen, bzw. dem über den geredet wird nur schadet.
Hier ist das Sprichwort sicherlich sinnvoll und man kann diesen Rat beherzigen, bevor man ein solches Gerücht weitergibt.

Wie ist das aber z.B. in Beziehungen? Oft lese ich in den Schilderungen der Kunden , dass sie sich mit Ihrem Partner seelenverwandt gefühlt haben. Es gab dann eine Zeit, in der nicht gesprochen werden musste, da man immer wusste, was den anderen bewegt.
Auch frisch verliebte Paare schreiben davon.
Oft lese ich, dass die neue Beziehung so anders ist, da man über nichts reden muss. Der andere weiß sofort, was einen bewegt. Klar ist das schön, einen solchen Seelenverwandten gefunden zu haben. Aber Vorsicht: Kommunikation ist ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Beziehungen. Egal ob es eine neue Beziehung ist oder eine Beziehung, die schon länger andauert. Wichtig ist, dass wir uns austauschen. Austauschen über Gefühle und Stimmungen. Über Wahrnehmungen und Ansichten. Das verhindert Fehlinterpretationen und Missverständnisse, die häufig Anlass für Streitigkeiten sind.

In neuen Beziehungen macht es immer Sinn, seine Werte klarzumachen. Dinge , die in unserem Wertesystem fest verankert sind, sollten wir auch mitteilen. Nur dann kann der andere wissen, ob und wieweit er diese Dinge erfüllen kann.
Wenn ich über Kommunikation spreche, dann meine ich damit nicht, dass man etwas zerreden muss und immer wieder aufwühlen muss.
Allerdings gibt es auch hier eine Einschränkung: Traumatische Erlebnisse brauchen Raum. Man muss Gelegenheit haben, darüber zu sprechen.
Ein Beispiel: Wenn man von seinem Partner betrogen wurde, dann beklagen beide oft die Häufigkeit der Kommunikation. Der, der eine Außenbeziehung suchte, möchte nicht mehr mit seine Tun konfrontiert werden. Verständlich. Der, der betrogen wurde, ist aber vielleicht ein Stück weit traumatisiert. Er hat Angst, Zweifel und ist voller Misstrauen. Das muss besprochen werden.
Es macht allerdings Sinn, hierzu einen externen Gesprächspartner zu haben. Jemand, dem man seine Gefühle mitteilen kann und der nicht alles gleich auf sich selbst bezieht. Die Freunde und die Familie sind hier häufig schnell überfordert.

Wenn Sie das Bedürfnis und das Gefühl haben, Sie möchten Dinge besprechen und einmal ein externes Feedback hören, dann schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Sie!

Herzlichst
Ihre Stefanie Simon

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